Die Geschichte der Nest Sammelstiftung

  • Das Jubiläumsbuch 1/32

    Mit der vorliegenden Slideshow erhalten Sie einen Einblick in die bewegte Vergangenheit von Nest. Das liebevoll gestaltete, 150 Seiten umfassende Buch im A4-Format beschreibt die Geschichte von Nest von den Anfängen in den frühen Achtzigerjahren bis zum Jahr 2008. Unser Dank gilt Werner Catrina und den weiteren Machern des Jubiläumsbuchs „Rebellion und Rente“, das diesem historischen Kurzüberblick als Vorlage diente.

  • Sehnsucht nach Alternativen 2/32

    Am 1. Februar 1981 gründete eine Schar Interessierter den Verein Netzwerk für Selbstverwaltung. Der lockere Zusammenschluss Gleichgesinnter sollte in erster Linie als genossenschaftliches Geldinstitut für selbstverwaltete Unternehmen in der Schweiz dienen. Der Zusammenschluss spielte bei der Gründung der geplanten Pensionskasse die entscheidende Rolle – man war entschlossen, sich einer neu zu gründenden, alternativen Sammelstiftung anzuschliessen.

  • Integration dort, wo es nötig ist 3/32

    Über das Netzwerk für Selbstverwaltung berief man im November 1982 eine Vollversammlung im ‚Kreuz’ in Solothurn ein. Dort wurde beschlossen, das Netzwerk als Stifter für die geplante Pensionskasse zu etablieren, und genehmigte die Stiftungsurkunde. Das Netzwerk machte damit seinen Willen und seine Fähigkeit deutlich, sich im ökonomischen und gesetzlichen Rahmen zu integrieren, und die in genossenschaftlichen Betrieben erworbenen Gelder nicht den grossen Versicherungen und Banken zu überlassen. Man wollte in eigene Betriebe und Projekte investieren.

  • Der Eintrag ins Handelsregister 4/32

    Als Geburtstag der alternativen Pensionskasse gilt der 5. April 1983, als die Gemeinschaftsstiftung Netzwerk für Personalvorsorge ins Handelsregister eingetragen wurde. Mit den vorhandenen finanziellen Mitteln wurde sparsam umgegangen, so durfte beispielsweise das Budget für die Revisionsstelle im ersten Jahr nicht  mehr als 2000 Franken betragen. An der Bar der Gaststätte Kreuz fiel dann der Name Nest als Zusammenzug von NEtzwerk STiftung erstmals; alle fanden ihn passend und verwendeten ihn fortan ganz selbstverständlich.

  • Es herrscht Aufbruchsstimmung 5/32

    Eine kleine Ecke in einem Raum der Laborgemeinschaft 1 an der Zürcher Baslerstrasse diente als erstes Büro der Gemeinschaftsstiftung Netzwerk für Personalvorsorge. Die an der Arbeitsgruppe beteiligten zehn Betriebe brachten gemeinsam den Sekretariatslohn von 1500 Franken auf. Kurz darauf bezog Nest einen abgeschlossenen Raum. Neue Mitarbeiterinnen kamen hinzu. Es herrschte Aufbruchstimmung. Nicht Gewinnmaximierung war das Ziel, sondern Kooperation und Dienst an der Gemeinschaft mit fairen, verantwortungsvoll ausgewählten Mitteln.

  • Die Kontrolle behalten! 6/32

    Nest versicherte im Sommer 1984 bereits 17 Betriebe mit 150 Personen aus dem Bau- und Gastgewerbe. Noch im selben Jahr folgte ein Ansturm von Genossenschaften und anderen Kleinunternehmen, die sich bis anhin kaum um das BVG gekümmert hatten. Die Gründer von Nest waren fest entschlossen, die Kontrolle über die sauer verdienten Gelder in den eigenen Händen zu behalten. Als indiskutabel galten bereits im Vorfeld der Gründung Investitionen im Apartheidstaat Südafrika, in den Bereichen Rüstung, Atomenergie und in die Grossbanken.

  • Mehr Demokratie... 7/32

    Der Umstand, dass in Stiftungen der Stiftungsrat die wichtigen Entscheidungen fällt, passte nicht in das basisdemokratische Grundverständnis von Nest. Man wollte die rechtlichen Möglichkeiten zugunsten der Demokratie ausschöpfen und dafür vor Gericht gehen. Nest war nicht gewillt, in der Frage des Einflussbereichs der Delegiertenversammlung (DV) nachzugeben. Die Klage wurde 1987 eingereicht und Nest bekam Recht. Ein wichtiges Stück Demokratie war damit gerettet: Die DV entschied bei Nest über die Organisationsform. Diese Rechte schränkte man später auf demokratischem Weg wieder ein.

  • ... und mehr Gleichberechtigung 8/32

    Gleichberechtigung war und ist bei Nest ein wichtiges Leitmotiv. Konkubinate wurden von Beginn weg den Ehen gleichgestellt – nur ganz wenige Vorsorgeeinrichtungen kannten einen derartigen Passus. Mit ihrer ethischen und sozialen Ausrichtung sprach Nest von Beginn weg ein breites Kundensegment an.

  • Es braucht eine Bank, die ähnlich denkt 9/32

    Die Gründung der Alternativen Bank (ABS), an der sich Nest von Anfang an beteiligte, fiel in das Jahr 1990. „Diese Bankengründung gehört zur Geschichte von Nest“, sagte Stiftungsrat und Nationalökonom Thomas Heilmann, „das passt alles zusammen.“ Das Geldinstitut mit Sitz in Olten und Kontaktstellen in allen Landesteilen beschränkt sich auf das klassische Bankgeschäft, das Sammeln von Spargeldern und die Weitergabe mit Zinsen als Kredit.

  • Professionelles Datenhandling 10/32

    Die ersten Jahresrechnungen wurden auf einer Kugelkopf-Schreibmaschine getippt, die Prämien auf einem Solarrechner kalkuliert. Geschäftsleiter Felix Pfeifer rechnete mit dem Abacus-Zählrahmen. Ab 1988 habe man auf der Basis der Software Dataflex ein massgeschneidertes Computerprogramm für die technische Verwaltung der Pensionskasse „gebastelt“, sagt Pfeifer. Diese Software würde noch heute funktionieren, dennoch wurde sie im Jahr 2000 durch ein kommerzielles, eingekauftes System abgelöst.

  • Jähes Erwachen - der Engel schlägt hart auf 11/32

    Die Nest-Sammelstiftung verzeichnete im Bereich Immobilien neben vielen problemlosen Hypotheken und Investitionen auch das eine oder andere Desaster. So geriet der weit herum bekannte, genossenschaftlich geführte Gasthof Engel in Ottenbach ZH in finanzielle Schwierigkeiten und konnte trotz intensiver Bemühungen die von Nest finanzierte Hypothek von einer Million Franken nicht mehr bedienen. Bei der Zwangsversteigerung bekam Nest den Zuschlag. Die Liegenschaft kam in der Folge nicht mehr auf einen grünen Zweig, schliesslich übernahm der Kanton Zürich das heimelige Riegelhaus.

  • Zunehmende Professionalisierung 12/32

    Dieser und ähnliche Vorfälle wirkten als Weckruf: Für basisdemokratische Betriebsmodelle lief bei den versicherten Unternehmen die Zeit ab. Jetzt kam der partizipative Führungsstil, aus Genossenschaften wurden nicht selten Aktiengesellschaften. Auch Nest entwickelte sich weiter in Richtung Professionalität, Service und Wirtschaftlichkeit. Nest wuchs in Schüben und musste neues Personal anstellen, das weiterhin zu einem Einheitslohn arbeitete.

  • Aus Spinnern werden Pioniere 13/32

    Das Anlagevermögen wuchs sprunghaft von Jahr zu Jahr. Trotz dieser Wachstumsraten wurde die alternative Pflanze im Wald der Versicherungsbranche nicht wirklich ernst genommen. Man gab den „Spinnern von der Anti-AKW-Gemeinde“ keine hohe Lebenserwartung. Doch jedes Mal, wenn die grossen Versicherungskonzerne durch verschlechterte Rahmenbedingungen für Frust sorgten, verzeichnete Nest einen starken Zulauf.

  • Wenn Frau will, steht alles still 14/32

    Am 14. Juni 1991 ging der erste landesweite Frauenstreik über die Bühne: Eine halbe Million Frauen legte die Arbeit nieder. Unter dem Slogan „Wenn Frau will, steht alles still“ zogen Frauengruppen durch die Städte. Die bei Nest angestellten Frauen gingen geschlossen an die Demonstration und trugen Tafeln und Transparente mit Forderungen aus dem Sozialversicherungsbereich. Um Platz zum Malen der Transparente zu schaffen, wurden die Männer der Nest-Belegschaft in den oberen Stock verbannt.

  • Die erste Altersrentnerin 15/32

    Der Jahresbericht 1992 vermeldete neben einer eindrückliche Performance des Gesamtvermögens eine weitere Premiere: die erste Altersrentnerin. Dies hatte symbolischen Gehalt, weil bei Nest überdurchschnittlich viele Frauen versichert sind; darunter zahlreiche alleinerziehende Mütter. Die guten Abschlüsse in jenem Jahr konnten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der wirtschaftliche Horizont verdüsterte, eine Rezession lag in der Luft. Die Anlagepolitik von Nest – der Aktienanteil machte damals nur 2 Prozent aus - verhinderte schlimmeres: Die Verantwortlichen konnten sich trotz wirtschaftlicher Gewitterwolken sicher fühlen.

  • Im T-Shirt ans Bewerbungsgespräch 16/32

    Nest professionalisierte sich von Jahr zu Jahr, doch auch in den Neunzigern lag immer noch eine Aura von genossenschaftlichem Geist über den Firmenräumen. Die Atmosphäre wurde als ausgesprochen informell beschrieben, die Wege waren kurz, die Hierarchien flach. Die Türe zum damaligen Geschäftsleiter Felix Pfeifer war nur bei vertraulichen Gesprächen geschlossen. Mit dem Aufkommen der Mobiltelefonie hatten alle Mitarbeitenden die Handynummer des Chefs, und es konnte durchaus vorkommen, dass dieser einen zukünftigen Mitarbeiter im Che-Guevara-Shirt empfing.

  • Mehr Wachstum, mehr Kompromisse 17/32

    Nest wuchs, weil sich die ökologisch-ethische Anlagepolitik rechnete und sich die alternative Pensionskasse dank diesem guten Leistungsausweis auf dem umkämpften Markt behauptete. Dass sie ihre hohen Standards nicht lupenrein in den Investments umsetzen konnte, war Teil des Lernprozesses. Den Nest-Strategen war klar: Mit Banken musste man ohnehin zusammen arbeiten und ohne Grossbanken funktionierte das Wirtschaftssystem nicht. Doch in diese Finanzgiganten zu investieren, kam nach wie vor nicht infrage.

  • Felix, wie machst du das? 18/32

    1996 häuften sich Artikel in der Presse über Pensionskassenverwalter, die durch geschickte Anlagemanipulationen ein hübsches Sümmchen dazu verdienten. „nest news“ fragte damals ironisch, womit Geschäftsleiter Felix Pfeifer wohl sein teures Rennrad finanziert habe.... Nest legte seit der Gründung grossen Wert auf Transparenz im Anlagegeschäft und in der Rechnungslegung. In der Bilanz sind keine stillen Reserven versteckt; über offene Reserven muss der Stiftungsrat gegenüber den Versicherten Rechenschaft ablegen.

  • Zum Jubiläum eine Kurskorrektur 19/32

    Nest ist in 15 Jahren einen weiten Weg von der genossenschaftlichen Selbsthilfeorganisation zum modernen Dienstleistungsunternehmen mit ökologischem Profil gegangen. Das Jubiläum bot Gelegenheit zur Kurskorrektur: Man wollte eine Zäsur, wählte den Stiftungsrat neu und besetzte dieses wichtige Gremium mit Exponenten mit deutlich erhöhtem Anforderungsprofil. Der neue Stiftungsrat überzeugte durch spezifische Fachkenntnisse in den Bereichen Finanzen, Steuern, Recht, Wirtschaft, Informatik und Marketing.

  • Wie misst man Nachhaltigkeit? 20/32

    Ende der Neunzigerjahre baute Nest gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Infras das Öko-Rating auf, das die Grundlage dafür bietet, auch komplexere Firmen auf ihre nachhaltige Wirtschaftsweise untersuchen zu können. Nest und Infras gründeten 2001 gemeinsam die Firma INrate. Die heute grösste unabhängige Ratingagentur für Nachhaltigkeit beurteilt weltweit die ökologische und soziale Nachhaltigkeit von Unternehmen, Institutionen und Ländern. Auf dieser Basis wurden die Raiffeisen Futura-Fonds lanciert.

  • Unterdeckung und Aufstand der Delegierten 21/32

    Nach dem Platzen der Internetblase und den Folgen von 9/11 im Jahr 2001 schlitterte die Nest-Sammelstiftung in eine Unterdeckung. „Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, den Delegierten einen Verlust von 29 Millionen zu erklären“, erinnert sich Stiftungsrat Thomas Heilmann. Die Stimmung sei aufgeregt gewesen und die Delegierten hätten sich lautstark beschwert. Das Plenum winkte nach intensiven Diskussionen schliesslich ein Krisenpaket durch. Es galt nun, den Deckungsgrad wieder zu erhöhen und die sogenannten Schwankungsreserven aufzustocken.

  • Das Fundament stärken 22/32

    Nach der Krise erholten sich die Nest-Portfolios. 2003 rentierten die Anlagen mit 10,7 Prozent, namentlich die Schweizer Aktienpakete des Fonds Raiffeisen Futura Swiss Stock brillierten. Obligationen brachten dagegen vergleichsweise wenig Ertrag. Ein Jahr später schloss sich Nest mit 35 weiteren Kassen zur Interessengemeinschaft autonomer Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen zusammen. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen und die Positionen der autonomen Vorsorgeeinrichtungen gegenüber den Versicherungsgesellschaften zu stärken.

  • Den Grossen ein Schnäppchen schlagen 23/32

    Die autonomen Pensionskassen Nest, Profond, PKG, Abendrot und Alsa gründeten 2005 gegen den Wiederstand des Bundesamts für Privatversicherung die PKRück, die sich konsequent auf die berufliche Vorsorge konzentriert. Bedingt durch ihre Geschichte, konnte sich Nest rasch für eine solche Selbsthilfelösung mit genossenschaftlichem Grundgedanken begeistern. Der Rückversicherer bearbeitet seither die Risikofälle von Nest. Das Auftreten des agilen, spezialisierten Konkurrenten liess die einschlägigen Prämien der Rückversicherer generell sinken.

  • Immer mehr Altersrenten 24/32

    2006 verzeichnete Nest bei einem Total von 7117 Versicherten 144 Altersrenten und 307 Invalidenrenten sowie 100 Hinterlassenenrenten, Tendenz steigend. Immer wieder war im Vorfeld des Obligatoriums vor einem Rentnerberg gewarnt worden. Dieses Schreckenszenario – die „Vergreisung der Gesellschaft“ – hat bei Nest geringere Auswirkungen als anderswo, da die Alterspyramide bei Nest im Gegensatz zur Pyramide der Gesamtbevölkerung ziemlich genau kegelförmig ist: Das heisst, bei Nest ist die Zunahme der Zahl der Altersrenten linear und vorhersehbar.

  • Nest wächst auch im Netz 25/32

    Nest konnte im Jahr 2007 rund 300 Betriebe dazugewinnen. Immer wichtiger für Kommunikation und Kundenbindung wird das Internet, wo sich die angeschlossenen Betriebe und ihre Mitarbeitenden informieren und per E-Mail kommunizieren können. Monatlich informiert die Sammelstiftung auf dem Web über den Anlageerfolg, vierteljährlich werden die Anlagen detailliert aufgelistet. Nest ist damit ganz nach ihrem Credo der Transparenz zur gläsernen Stiftung geworden.

  • Sprung über den Röstigraben 26/32

    2008 folgte auch eine geografische Expansion: Die Nest-Sammelstiftung breitete sich in die Westschweiz aus. Am 5. November eröffnete Nest in Genf die Vertretung für die Romandie. Zuständig dafür ist die Kulturingenieurin Caroline Schum, die damals bei der Anlagestiftung Ethos arbeitete und Verwaltungsrätin bei der Alternativen Bank war. Die Expansion ins Welschland war schon früh von beachtlichem Erfolg gekrönt. Bereits in den ersten Wochen konnten einige Verträge mit Betrieben abgeschlossen werden.

  • Ein Lichtblick in stürmischen Zeiten 27/32

    2008 schüttelte eine weitere Krise die Pensionskassen durch. Diesmal waren es das amerikanische Hypothekendesaster und die dadurch ausgelösten Turbulenzen auf den Finanzmärkten, welche Löcher in die Bilanzen der Pensionskassen rissen. Eine Umfrage der Sonntags-Zeitung bei 5 Lebensversicherern und 27 Sammelstiftungen ergab ein für Nest erfreuliches Resultat, erreichte sie doch im Schnitt der Jahre 2000 bis 2007 die höchste Rendite aller an der Umfrage beteiligten Kassen.

  • Ein langer Weg 28/32

    Von einem basisdemokratischen Betrieb hat sich Nest innert 25 Jahren zu einer professionellen Pensionskasse gemausert, die keine Vergleiche zu scheuen braucht. Dennoch gibt es Unterschiede in der Firmenkultur zu anderen Kassen. Denn die Wurzeln im 68er- und 80er-Aufbruch liegen sozusagen in den Genen dieser Pensionskasse. Wenn es auch keine basisdemokratischen Vollversammlungen mehr gibt und der Einheitslohn das Zeitliche gesegnet hat, ist etwas vom aufmüpfigen, auch genussorientierten und kulturell aufgeladenen Geist geblieben.

  • Gründung der Rentnerkommission 29/32

    Nest gründete 2009 die Rentnerkommission ReKo. Damit wurde ein Sprachrohr für die Altersrentnerinnen geschaffen Mit dieser Plattform wollte die Pensionskasse ein schon lange als störend empfundenes Manko ausbügeln: der fehlende Einfluss der Bezügerinnen und Bezüger von Renten. Obwohl die Zahl der Altersrentner im Vergleich zum Total der Aktiven relativ klein ist, hat man bei Nest erkannt, dass die Pensionierten für die zukünftige Ausrichtung der Sammelstiftung sehr wichtig sind. 

  • Führungswechsel und Auszeichnungen 30/32

    Nach turbulenten Zeiten haben sich die Finanzmärkte erholt. Für ihre erfolgreiche ethisch-soziale Anlagepolitik konnte Nest 2009 im Pensionskassenvergleich der „Sonntags-Zeitung“ wiederum die Auszeichnung für die beste Performance über zehn Jahre entgegen nehmen. Der von Nest mitgegründete „Futura Swiss Stock“-Aktienfonds erhielt den Lipper-Fund-Award über die letzten fünf Jahre. Nach 26 Jahren im Amt wurde Geschäftsleiter Felix Pfeifer von Peter Beriger abgelöst. Felix Pfeifer wechselt in den Stiftungsrat, den er seit 2011 präsidiert.

  • Die Milliarde ist erreicht, eine neue Heimat im Vieri 31/32

    Im Jahr 2010 erreichte Nest erstmalig über eine Milliarde Franken in den Vermögensanlagen. Damit gehört Nest zu den grösseren Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz und zeichnet sich durch stabile Eckwerte aus: Ein gutes Verhältnis zwischen Aktiven und Rentnerinnen, ein tiefes Durchschnittsalter und eine solide Risikofähigkeit. Nach einer jahrzehntelangen Odyssee durch Zürichs Aussenquartiere zieht Nest in das eigene Bürogebäude an der Molkenstrasse 21 im Zürcher Kreis 4.

  • 30 Jahre Nest - Strukturreform führt zu Demokratieabbau 32/32

    Die vom Bund erlassene Strukturreform der 2. Säule greift in die seinerzeit hart erkämpfte Organisationsautonomie der Delegiertenversammlung von Nest ein. Neu liegt die unübertragbare und unentziehbare Kompetenz beim Stiftungsrat. Nest will jedoch Elemente der Basisdemokratie erhalten und beabsichtigt, die Versicherten auch in Zukunft mittels Vernehmlassungen und Konsultativabstimmungen in die Meinungsbildung miteinzubeziehen. An der Delegiertenversammlung 2013 kam das neue Verfahren erstmals zum Zug.